Sa, 23. Mai 2026 - 17:28
Michael Moser verteidigt seinen Vorjahrestriumph dank Sieg gegen Emmentaler Teamkollegen
Michael Moser gewinnt zum fünften Mal in seiner Laufbahn ein Kranzfest. Am Oberaargauischen Schwingfest vor 6000 Zuschauern bezwang er im Schlussgang im Emmentaler Duell Fabio Hiltbrunner.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Er kam, sah und siegte! Michael Moser verteidigte seinen Sieg am Oberaargauischen Schwingfest vom Vorjahr.
Fotograf: Barbara Loosli
Michael Moser gewinnt zum fünften Mal ein Kranzfest, nachdem er zuvor schon am Emmentalischen 2024, Oberaargauischen 2025, Nordostschweizer 2025 und Berner 2025 gesiegt hatte.
Emmentaler Duo nicht zu bremsen
Egal wer den beiden 21-jährigen Emmentalern in Weg gestellt wurden, Michael Moser und Fabio Hiltbrunner fanden in den ersten fünf Gängen stets ein Rezept zum siegbringenden Wurf.
Moser bezwang auf dem Weg in den Schlussgang Marius Frank, Jan Wittwer, Severin Staub, Fabian Schärz und Curdin Orlik. Gegen Orlik war es sein erster Sieg. Grandios, wie er ihn mit innerem Haken und Übersprung angriff und schliesslich platt bezwang.
Hiltbrunner musste sich zuerst am Morgen mit einem anderen Gegner als erwartet auseinandersetzen. Weil sein eigentlich geplanter Gegner, Eidgenosse Philipp Roth, nicht antreten konnte, traf er auf Lukas Dällenbach. Ihn sowie auch Björn Trachsel, Eidgenosse Severin Schwander, Daniel Tschumi und Ivan Thöni bezwang er souverän. Gerade der Sieg im fünften Gang gegen den defensiv starken Thöni unterstreichen den starken Tag Hiltbrunners eindrücklich.
Schnelle Entscheidung im Schlussgang
Obschon die beiden Emmentaler wussten, dass ein Gestellter zum gemeinsamen Sieg reichen würde, griffen beide Schwinger sofort an. Zuerst war es Fabio Hiltbrunner, der mit Gammen gefährlich wurde. Danach lätzte Michael Moser seinen gleichaltrigen Emmentaler Kollgen ab. Im Bodenkampf war schliesslich gegen den Armschlüssel nichts mehr auszurichten und so musste sich Hiltbrunner Moser geschlagen geben.
Gast Marius Frank belebte Wettkampf
Einen auffälligen Wettkampf zeigte auch der Solothurner Gast Marius Frank. Der grossgewachsene Sennenschwinger reagierte auf die Startniederlage gegen Michael Moser mit vier Siegen in Serie, darunter auch gegen den schwer zu bezwingenden Fabian Aebersold. Im letzten Gang stellte er im Eidgenossenduell gegen Christian Gerber im Kampf um einen absoluten Spitzenplatz. Während Frank schon kranzsicher war, verpasste der Emmentaler Gerber den Kranz durch das Unentschieden ganz knapp. Gerber gehört zum Septett, welches den Kranz mit 56,00 Punkten um einen Viertelpunkt verpasst.
Vier Neukranzer
Unter die 26 Kranzgewinner reihten sich mit Patrick Steffen, Joel Neuenschwander, Mael Sommer und Pascal Wüthrich auch vier Neukranzer. Von den elf angetretenen Eidgenossen holten neben Moser und Frank auch Matthias Aeschbacher, Curdin Orlik, Patrick Schenk (dank dem Sieg im Eidgenossenduell im sechsten Gang gegen Bernhard Kämpf, dem es knapp auch für den Kranz reichte) und Dominik Gasser den Kranz. Ohne Kranzgewinn nach Hause mussten neben Gerber auch Severin Schwander, Lukas Tschumi und Konrad Steffen reisen.
Erfreuliche acht Kränze gab es für die heimischen Oberaargauer, genau gleich viele wie die Emmentaler und Oberländer. Leer gingen die Seeländer, Mittelländer und Bern-Jurassier aus.
- Emmental: 8
- Oberaargau: 8
- Oberland: 8
- Gäste: 2
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