Sa, 16. Mai 2026 - 08:13

Im Interview: Matthias Aeschbacher über seinen Sieg am Mittelländischen und seine schwingerische Zukunft

Der aktuelle Schwinger der Woche, Matthias Aeschbacher, spricht im Interview über seinen Sieg am Mittelländischen, den verpassten Kranz am Emmentalischen und seine Zukunft im Sägemehl.

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Festsieger Matthias Aeschbacher bei der Rangverkündigung am Mittelländischen.

Fotograf: Barbara Loosli

Präsentiert von Bschüssig

Der aktuelle Schwinger der Woche, Matthias Aeschbacher, spricht im Interview über seinen Sieg am Mittelländischen, den verpassten Kranz am Emmentalischen und seine Zukunft im Sägemehl. 

Herzlichen Glückwunsch zum Sieg in Stettlen! Wie haben Sie das Fest erlebt?
Matthias Aeschbacher: Kurz und bündig: Schlecht gestartet, dann aber auch gut gesteigert.

Im ersten Gang haben Sie gegen Curdin Orlik verloren. Im Schlussgang haben Sie den Spiess umgedreht. Was unterschied die beiden Gänge?
Aeschbacher: Im ersten Gang ging nicht viel. Hätten wir gestellt, wären wohl beide nicht zufrieden gewesen. Im Schlussgang hat es dann gestimmt und ich konnte richtig Gas geben.

Zuvor gewannen Sie auch gegen Adrian Walther, gegen ihn lag der letzte Sieg vier Jahre zurück, in der Zwischenzeit verloren sie vier Duelle und stellten zwei Mal. Wie stellen Sie sich auf einen Gegner ein, gegen den es zuletzt weniger gut lief?
Aeschbacher: Es war eine gute Ausgangslage: Mit einem Sieg ging es in Richtung Schlussgang oder Spitzenplatz, wobei für die Schlussgang-Teilnahme schon noch einiges zusammenpassen musste. Für den Kranzgewinn hatte ich dagegen das Messer noch nicht am Hals. Es war also alles bereit, damit ich riskieren konnte – bei ihm genauso. Ich ging mit der Idee in den Gang, etwas zu riskieren.

Liegen Ihnen solche Gänge, bei denen Sie Risiken eingehen können?
Aeschbacher: Es gibt sicher unterschiedliche Arten von Gängen. So gibt es zum Beispiel Kranzschwinger, die einfach ihren Job machen wollen, also stellen. Dann gibt es eben auch Gänge, in denen es für beide um die Teilnahme am Schlussgang geht und in denen beide riskieren müssen. Das sind Gänge, die ich mag.

Zuvor hatten sie am Emmentalischen den Kranz verpasst. Bringen Sie Sie solche Feste zum Zweifeln, oder können Sie solche Ergebnisse schnell wegstecken?
Aeschbacher: Ich konnte das schnell wegstecken. Ich wusste, dass meine Formkurve eigentlich stimmen würde. Beim Emmentalischen stimmte es bei mir einfach zwischen den Ohren nicht.

Im vergangenen Jahr haben Sie mit dem 100. Kranzgewinn ein grosses Ziel erreicht. Was haben Sie sich für dieses Jahr vorgenommen?
Aeschbacher: Bis zum ESAF 2028 in Thun möchte ich so gut und professionell wie möglich schwingen. Da bin ich auf einem guten Weg. Wenn das klappt, werden sicher auch einige gute Resultate dabei herauskommen.


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