Sa, 16. Mai 2026 - 17:17
Fabian Staudenmann gewinnt erstmals das Seeländische Schwingfest
Es war der einzige Titel, der Fabian Staudenmann auf Berner Boden noch fehlte: Der Sieg am Seeländisches Schwingfest. Heute war es nun soweit: Der Mittelländer macht seinen ersten Kranzfestsieg des Jahres mit fünf Siegen perfekt. Im Schlussgang traf Staudenmann auf den Emmentaler Überraschungsmann Jonas Wüthrich.

Ein Beitrag von
Elia Hendry

Fabian Staudenmann gewann vor über 4000 Zuschauer das Seeländische Schwingfest.
Fotograf: Barbara Loosli
Nach dem Ehrenplatz am Mittelländischen gewinnt Fabian Staudenmann das Seeländische. Für ihn ist es der erste Kranzfestsieg der Saison 2026, insgesamt der 21.
Beide Burger-Brüder bezwungen
Ins Fest startete Fabian Staudenmann vor den 4000 Zuschauern mit einem Sieg gegen den Seeländer Neueidgenosen Etienne Burger, den er mit innerem Haken bodigte. Gleich danach folgte seine einzige Punkteteilung des Tages: Jan Wittwer konnte er trotz vielseitigen Angriffen am Boden nicht dingfest machen. So war der Topfavorit bereits nach dem Anschwingen unter Zugzwang, gewann doch Eidgenosse Matthieu Burger zum Auftakt gegen Fabio Hiltbrunner und Patrick Schenk. Nachdem am Morgen Fabian Staudenmann gegen Damian Gnägi zum Siegen zurückfand und Matthieu Burger gegen Severin Schwander seinen Siegeszug fortsetzte, liess man die beiden am Nachmittag aufeinander los. Dieses wegweisende Duell entschied Staudenmann mit Fussstich für sich.
Wilder Ritt um Schlussgang-Teilnahme
Als es nach vier Gängen auf die Schlussgang-Qualifikation zuging, befanden sich mit Fabian Staudenmann und Etienne Burger nur zwei Eidgenossen unter den acht bestklassierten Schwingern. Dies hatte auch mit den vielen Überraschungen im Festverlauf zu tun: Jonas Wüthrich (1)* setzte sich im zweiten Gang gegen Eidgenosse Adrian Klossner durch, Simon Stucki im dritten Gang Lukas Tschumi. Doch die Überraschungen hörten auch im fünften Gang nicht auf: Nachdem Etienne Burger gegen Florian Aellen seiner Favoritenrolle gerecht wurde, musste sich sein älterer Bruder Matthieu Überraschend von Jonas Wüthrich geschlagen geben. Auch Fabian Staudenmann bekundete gegen den wendigen Simon Stucki Mühe und konnte erst kurz vor Anbruch der letzten Minute vervollständigen. So zog Überraschungsmann Jonas Wüthrich in den Schlussgang mit Fabian Staudenmann ein.
Erst der fünfte Kranz
Nicht ganz vier Minute vermochte sich Kranzer Jonas Wüthrich zu wehren, ehe er sich von einem inneren Haken von Fabian Staudenmann geschlagen geben musste. Mit dem dritten Schlussrang gab es für dem Emmentaler den fünften Kranz der Laufbahn. Der Ehrenplatz ging derweil an Etienne Burger, der nach der Startniederlage gegen Fabian Staudenmann Sieg an Sieg reihte.
Kranzbilanz und Neukranzer
Gleich zehn der total 25 Kränze gingen ins Emmental, die mit Michael Reinhard und Silvan Galli auch zwei Neukranzer zu bejubeln hatten. Während im Seeland drei Kränze blieben, entführte Andri Krauer einen nach Rothenburg. Seitens der zehn angetretenen Eidgenossen holten sich sieben den Kranz, darunter auch Rückkehrer Christian Gerber, für den es nach einer Knieverletzung das erste Schwingfest des Jahres war.
- Seeland: 3
- Emmental: 10
- Mittelland: 3
- Oberaargau: 2
- Oberland: 6
Gäste: 1
*Wieso "(1)" hinter dem Namen von Jonas Wüthrich? Gibt es mehrere Schwinger mit dem gleichen Vor- und Nachnamen, so unterscheidet man diese, etwa auf den Ranglisten, mit Nummern.
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