Sa, 2. Mai 2026 - 08:16

Im Interview: Michael Gwerder zu seinem ersten Kranzfestsieg

Der aktuelle Schwinger der Woche, Michael Gwerder, spricht im Interview über den erfolgreichen Saisonstart, seine weitere Saisonplanung und warum er keine Kanäle in den Sozialen Medien hat.

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Ob- und Nidwaldner: Michael Gwerder auf dem Weg zum Schlussgang.

Fotograf: René Burch

Präsentiert von Bschüssig

Herzliche Gratulation, Michael Gwerder, zum Sieg am Ob- und Nidwaldner. Haben Sie damit früh in der Saison ein grosses Ziel erreicht?
Michael Gwerder: Ja, das kann man sicher sagen. Ein Kranzfest zu gewinnen, war ein grosses Ziel meiner schwingerischen Laufbahn.

In Hergiswil sind Sie mit vier Siegen gestartet und konnten sich im Eidgenossenduell mit Sven Schurtenberger einen Gestellten leisten. Wie haben Sie sich auf diesen Gang eingestellt?
Gwerder: Es war die letzte Paarung im fünften Gang, ich wusste also, dass mir ein Gestellter für den Schlussgang reichen würde. Deshalb ging ich mit einer defensiven Einstellung in den Gang.

Liegt es ihnen, mit einer solchen Einstellung in den Gang zu gehen?
Gwerder: Nein, normalerweise gehe ich lieber offensiv vor.

Im Schlussgang war gegen Christian Zemp dann aber wieder ein Sieg nötig. Wie haben Sie diese Paarung erlebt?
Gwerder: Ich wusste, dass das ein harter Gang werden würde. „Chrigu” schwingt sehr gut und ist besonders für seine starke Brücke bekannt. Entsprechend wurde es ein intensiver Gang, der aber auch sehr schön war – es hätte auf beide Seiten kippen können.

Was sind ihre nächsten Stationen im Sägemehl?
Gwerder: Am Sonntag in einer Woche sind wir zu Gast am Mittelländischen, da unser Klub eine freundschaftliche Beziehung mit den organisierenden Worblentalern hat. Dann kommen das Schwyzer Kantonale, das Luzerner, der Stoos, der Schwarzsee, das ISAF und die Rigi.

Im Gegensatz zu vielen anderen Schwingern sind Sie nicht in den sozialen Medien präsent. Ist das ein bewusster Entscheid?
Gwerder: Das wäre einfach nicht ich. Ich bin nicht der Typ für die sozialen Medien. Ich brauche sie auch nicht unbedingt, die Leute, die mich verfolgen, erfahren auch so, wo ich schwingen werde. Aber ich habe natürlich auch nichts gegen Schwinger, die solche Dinge pflegen. 

Sie haben bekanntlich eine lange Verletzungshistorie hinter sich. Was haben Sie in der Zwangspause am Schwingen besonders vermisst?
Gwerder: Auch letztes Jahr hatte ich wieder drei Viertel der Saison verpasst. Vor allem die Schwingfeste und das Training, das ich sehr gerne besuche, habe ich vermisst. Am meisten fehlte mir die Kameradschaft. 


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