Sa, 31. Oktober 2026 - 22:02
Favoriten wie erwartet souverän im Halbfinal
Im Viertelfinal der Schweizer Mannschaftsmeisterschaft im Ringen blieben in den Rückkämpfen die Überraschungen wie erwartet aus. Willisau, Kriessern, Einsiedeln und Freiamt setzten sich wie schon in den Hin- nun auch in den Rückkämpfen durch.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Teilverbands-Kranzschwinger Christoph Waser (hinten) konnte für die Ringerriege Schattdorf keine Mannschaftspunkte holen.
Nach den Viertelfinal-Hinkämpfen erwartete die Ringerfamilie in den Rückkämpfen nur bedingt Spannung. Drei der vier Begegnungen waren derart klar ausgefallen in den Vorkämpfen, dass eine Wende einer riesigen Ringersensation entsprochen hätten. Im einzigen noch einigermassen spannenden Duell sorgte Vorjahresfinalist Einsiedeln schnell für klare Verhältnisse.
Ufhusen (4. Gruppe B) - Willisau Lions (1. Gruppe A)
Die Messe war in diesem Duell schon vor dem ersten der zehn Kämpfe gelesen, zu deutlich und überlegen agierte der Titeltverteidiger im Hinkampf. Ufhusen feierte im Rückkampf aber immerhin mehr Einzelsiege als im Hinkampf und hielt in den Mannschaftspunkten einigermassen mit. Bei 3 zu 7 Einzelsiegen lautete das Schlussresultat 13:20. Beim Kampf in der höchsten Gewichtskategorie duellierten sich zwei Kranzschwinger: Simon Marti für Ufhusen behielt dabei gegen Ueli Rölli die Oberhand mit 3 zu 1 Mannschaftspunkten.
Kriessern (1. Gruppe B) - Oberriet-Grabs (4. Gruppe A)
Im Rheintaler Derby liess Kriessern, ungeschlagener Sieger der Qualifikationsgruppe B, nichts mehr anbrennen. Mit 19:16 Mannschaftspunkten fiel der Sieg knapper als im Hinkampf aus, doch die Einzelsiege (7:3 zu Gunsten von Kriessern) sprechen eine deutlichere Sprache. Bei Kriessern kamen die beiden Schwinger Ramon Betschart und Fabian Ulmann zum Einsatz. Beide konnten ihre Duelle gewinnen und sorgten für sechs Mannschaftspunkte für Kriessern.
Weinfelden (3. Gruppe B) gegen Freiamt (2. Gruppe A)
Aufsteiger Weinfelden hielt den Schaden im Rückkampf gegen Freiamt in Grenzen. Zwar verlor man auch den Rückkampf, hielt aber mit 15:23 Mannschaftspunkten besser mit als im Hinkampf (3 Siege bei 7 Niederlagen in den Einzelkämpfen, im Hinkampf lautete die Bilanz 1:9 Siege). Im Einsatz stand mit Markus Schläpfer auch ein ehemaliger aktiver Schwinger. Er blieb im Freistil-Duell in der höchsten Gewichtsklasse gegen Kimi Käppeli aber chancenlos.
Einsiedeln (2. Gruppe B) gegen Schattdorf (3. Gruppe A)
Wie schon vor zwei Wochen im Hinkampf war Einsiedeln in der ersten Hälfte deutlich überlegen. 12:4 Mannschaftspunkte lautete die Bilanz und hätte in der tiefsten Klasse nicht ein Ringer gefehlt, hätte die Führung sogar noch höher ausfallen können. Trotz besser Gegenwehr in der zweiten Hälfte konnte Schattdorf aber sowohl im Tages- sowie somit auch im Gesamtskore nicht mehr reüssieren. Am Schluss siegte Einsiedeln mit 25:13 in den Mannschaftspunkten sowie 7:3 in den Einzelduellen. Im Einsatz standen auch zwei Schwinger. Sowohl Flavio Herger wie auch Christoph Waser mussten sich aus Schattdorfer Sicht deutlich geschlagen geben.
Viertelfinal Rückkämpfe
Ufhusen - Willisau Lions 13:20 (8:11). Total nach Hin- und Rückkämpfen: 16:63 zu Gunsten von Willisau Lions.
Kriessern - Oberriet-Grabs 19:16 (10:6). Total nach Hin- und Rückkämpfen: 44:27 zu Gunsten von Kriessern.
Einsiedeln - Schattdorf 25:13 (12:4). Total nach Hin- und Rückkämpfen: 45:28 zu Gunsten von Einsiedeln.
Weinfelden - Freiamt 15:23 (6:12). Total nach Hin- und Rückkämpfen: 22:53 zu Gunsten von Freiamt.
Meister- und Abstiegskampf folgt
Die vier Halbfinalsieger Willisau Lions, Freiamt, Einsiedeln und Kriessern werden nun in den kommenden Wochenenden um den Meistertitel ringen. Mit diesen vier Halbfinalisten war aufgrund des Qualifikationsverlaufs durchaus zu rechnen. Titelverteidiger Willisau Lions startet in der Vorschlussrunde auf dem Weg zum 20. Meistertitel aus der Favoritenposition vor Kriessern, Einsiedeln und Freiamt.
Die Halbfinalbegegnungen werden nach einer Modus- und Reglementsänderung erstmals ausgelost. So könnte es je nach Auslosung im Halbfinal bereits zum vorgezogenen Final Willisau Lions gegen Kriessern kommen. Beide Team gewannen in dieser Saison alle acht Begegnungen in der Qualifikation und im Viertelfinal.
Die vier Viertelfinalverlierer Ufhusen, Weinfelden, Schattdorf und Oberriet-Grabs kämpfen in einem neuen Playoutmodus um die Plätze 5 bis 8. Das letztklassierte Team steigt direkt ab.
Teilen Sie Ihre Meinung
Portrait
Jetzt Aktuell

Diese Geschichten schrieben die Neukranzer in der Saison 2026

Hohe Ehre für altgediente Schwinger

Diese Schwingklubs sind im Aufschwung

Vier Favoriten durchwegs ungefährdet






