Sa, 5. September 2026 - 17:18

Samuel Giger verteidigt den Titel am Kilchberger Schwinget

Der Thurgauer gewinnt nach dem Co-Sieg im Jahr 2021 auch beim Kilchberger Schwinget 2026. Im Schlussgang bezwingt er Überraschungsmann Marcel Bieri nach 2:05 Minuten mit Kurz. Der Schönschwingerpreis geht an den Schlussgangverlierer.

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Samuel Giger konnte vor 10'000 Zuschauern über seinen dritten Sieg an einem Anlass mit eidgenössischen Charakter feiern.

Fotograf: Lorenz Reifler

Der Weg von Samuel Giger
Samuel Giger, der seit dem Luzerner Kantonalen Ende Mai kein Schwingfest mehr bestritt, startete mit den Siegen über Matthias Aeschbacher (Siegesrezept Kniekehlengriff) und Sinisha Lüscher (Wyberhaken) ansprechend in die Mission Titelverteidigung am Kilchberger Schwinget. Überraschend kam dann die Niederlage im dritten Gang, wo er in einem attraktiven Duell Michael Ledermann im Bodenkampf unterlag. Mit dem Sieg über Patrick Betschart mittels Kurz kämpfte er sich zurück. Im fünften Gang folgte der Sieg gegen Michael Moser, wieder mit einem Kurzzug, und damit der Einzug in den Schlussgang.

Der Weg von Marcel Bieri
Marcel Bieri startete mit dem Sieg mit Kreuzgriff gegen Lario Kramer ins Fest. Im zweiten Gang unterlag er Damian Ott. Danach brachte er sich mit den Siegen gegen die Nichteidgenossen David Scheuner und Josias Müller zurück ins Rennen um den Tagessieg. Die Schlussgangteilnahme verdiente sich der Zuger mit dem Sieg im fünften Gang gegen Schwingerkönig Armon Orlik, der er mit Schlungg bodigte. 

Schlussgang: Kurzer Prozess
Samuel Giger, dem im Schlussgang auch ein Gestellter zum alleinigen Festsieg gereicht hätte, liess im Schlussgang nichts anbrennen. Nach 2:05 Minuten bodigte er Marcel Bieri mit Kurz. Eine Titelverteidigung ist eine Seltenheit am Kilchberger: Erst Karl Meli (Sieger 1967 und 1973) gelang dieser Erfolg.

Bieri bleibt der Ehrenplatz
Marcel Bieri blieb trotz der Niederlage im Schlussgang der zweite Schlussrang. Dritter wird Michael Moser, der beste Berner also. Bester Nordwestschwiezer werden Joel Strebel und Nick Alpiger auf dem vierten Schlussrang. Auf dem gleichen Schlussrang beendete Lario Kramer als bester Südwestschweizer das Fest. Topfavorit Fabian Staudenmann stellte nach einem ansprechenden Morgen am Nachmittag mit Damian Ott und Michael Gwerder und fiel damit aus der Entscheidung.

Innerschweizer überraschend voraus – Staudenmann Jahressieger
In der fiktiven Kranzverteilung am Kilchberger Schwinget 2026, die auch noch relevant für die SCHLUSSGANG-Wertung ist, überraschen die Innerschweizer mit der Höchstzahl an fiktiven Kränzen. Die höchstmögliche Anzahl von 10 fiktiven Kränzen konnte verteilt werden:

BKSV:  2
ISV:  4
NOSV:  1
NWSV:  2
SWSV:  1

Auch fix ist der vierte Sieg in Serie in der SCHLUSSGANG-Wertung für Fabian Staudenmann.

Nachtrag 20.00 Uhr: Die Ehrenmitglieder des Eidgenössischen Schwingerverbandes, die Schwingerkönige und ehemaligen Sieger vom Kilchberger Schwinget entschieden, dass der Schönschwingerpreis 2026 an Marcel Bieri geht.


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