Sa, 29. August 2026 - 08:14
Lukas von Euw "Der Sieg am Kilbischwinget war ein weiterer Schritt"
Der aktuelle Schwinger der Woche, Lukas von Euw, spricht im Interview über seine Verletzungspause, die Rückkehr am Innerschweizer Schwingfest und seinen ersten Regionalfestsieg seit über fünf Jahren.

Ein Beitrag von
Elia Hendry

Lukas von Euw (links) setzte sich in Einsiedeln gegen Kantonskollegen Patrick Betschart durch.
Fotograf: Martina Bisig

Beim Kranzfeststart am Ob- und Nidwaldner mussten Sie das Fest nach dem fünften Gang verletzungsbedingt aufgeben und daraufhin rund drei Monate pausieren. Was war passiert?
Lukas von Euw: Grund war ein Innenbandriss. Eine Operation war jedoch nicht nötig. Zwei Wochen vor dem Innerschweizer konnte ich das Schwingtraining wieder aufnehmen.
Der Wiedereinstieg war dann mit dem Innerschweizer, der Rigi und dem Brünig happig. Wie haben Sie diese Feste erlebt?
von Euw: Mit dem Kranzgewinn am Innerschweizer Schwingfest war ich sehr zufrieden. Beim Rigi-Schwinget kam ich hingegen gar nicht auf Touren und verpasste den Kranz. Damit konnte ich natürlich nicht zufrieden sein. Am Brünig lief es eigentlich auch gut, doch ich verlor schliesslich im sechsten Gang und verpasste somit den Kranz.
Nun konnten Sie mit dem Kilbischwinget ihr erstes Schwingfest seit über fünf Jahren gewinnen. Eine grosse Erleichertung nach der langen Verletzungspause?
von Euw: Ja, natürlich. Der Sieg am Kilbischwinget war ein weiterer Schritt und ein Ziel, das ich erreichen konnte. Mein erster Festsieg war bei einem U20-Schwingfest während der Pandemie, weshalb der Sieg am Kilbischwinget höher zu gewichten ist.
Wie haben Sie den Tag in Einsiedeln erlebt?
von Euw: Es war sehr schön: Im ersten Gang konnte ich gegen Sven Lang gewinnen, was mir Selbstvertrauen gab. Dann konnte ich zwei Gänge gewinnen, die ich auch gewinnen musste. Im vierten Gang mit Roman Wandeler, den ich bereits am ISAF hatte, war es ein offener Kampf und ich hatte auch meine Möglichkeiten. Thomas Bucher konnte ich dann im fünften Gang zum Glück relativ schnell bezwingen. Im Schlussgang war das Ziel dann natürlich der Sieg. Es war aber auch etwas Besonderes, weil ich Patrick Betschart aus den Trainings zwar gut kenne, aber ihm erst einmal an einem Schwingfest gegenüberstand.
Aufgrund Ihrer Verletzung konnte Sie sich dieses Jahr nicht für die Selektion am Saisonhöhepunkt aufdrängen. Wie sieht ihr weiterer Plan für die Saison aus?
von Euw: Als Zuschauer werde ich trotzdem beim Kilchberger Schwinget vor Ort sein. Danach möchte ich noch ein bis zwei Herbstschwingfeste besuchen, darunter auf jeden Fall den Herbstschwinget Siebnen.
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