Fr, 14. August 2026 - 08:22

Die letzten beiden Kranzfeste der Saison 2026 stehen im Fokus

Mit dem Schwägalp-Schwinget und dem Nordwestschweizer Schwingfest in Mümliswil wird am Sonntag, 16. August, der Reigen der Kranzfeste der Saison 2026 abgeschlossen. Neben den beiden schwingerischen Leckerbissen finden noch vier weitere Schwingfeste statt.

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Schwägalp Schwinget 2025

Auch 2026 werden auf der Schwägalp weit über 10'000 Zuschauer für eine tolle Stimmung sorgen.

Fotograf: Lorenz Reifler

Ein Bergkranzfest, ein Teilverbandsfest, drei Nachwuchsanlässe sowie ein Frauen- und Meitlischwingfest finden am Wochenende vom 15. und 16. August statt. Den Auftakt machen am Samstag die Nachwuchstalente an zwei Standorten. Ebenfalls am Samstag steigt das Frauen- und Meitlischwingfest in Hochdorf. Am Sonntag folgen der Schwägalp-Schwinget und das Nordwestschweizer Schwingfest. Zudem wird auch der Nachwuchs an einem Standort im Einsatz stehen.

 

Schwägalp: Spitzenfeld trotz namhafter Absagen

Sonntag, 16. August, Schwägalp Talstation Säntisbahn, Anschwingen 8:00 Uhr

Weil auf der Schwägalp beim letzten Bergkranzfest der Saison 2026 die einheimischen Nordostschweizer auf Berner Gäste treffen, erlebt die Schwingerschweiz 20 Tage vor dem Saisonhöhepunkt, dem Kilchberger Schwinget am 5. September 2026, ein weiteres Zusammentreffen der beiden derzeit stärksten Teilverbände. 19 Eidgenossen sind aktuell auf der Startliste und versprechen ein Spektakel, obschon es im Vorfeld schon einige namhafte Absagen gab. Nach dem siebenfachen Schwägalp-Sieger Samuel Giger (Schulter) musste am Mittwochabend auch der Berner Eidgenosse und ESAF-Schlussgänger von 2022, Matthias Aeschbacher, seinen Verzicht bekanntgeben. Er laboriert weiter an einem Muskelfaserriss und schreibt auf Instagram zur Absage: "So schade es ist: Für mich ist klar, dass ich jetzt nichts erzwingen und den Saisonhöhepunkt (Kilchberger Schwinget) nicht aufs Spiel setzen will, Deshalb heisst es nochmals etwas Geduld haben, gut erholen und dann wieder bereit sein." Schon länger bekannt war wegen einer Schulterverletzung das Fehlen von Samir Leuppi. Obschon er lange noch gehofft hatte, erklärte der Zürcher Eidgenosse die Saison 2026 als beendet, bevor er überhaupt einmal aktiv ins Geschehen eingreifen konnte. 

Im Kampf um den Tagessieg sticht das Quintett um Schwingerkönig Armon Orlik, Kilchberger Sieger Damian Ott, ESAF-Schlussgänger Werner Schlegel (alle Nordostschweiz), Kilchberger und EJSF-Sieger Fabian Staudenmann und Eidgenosse Michael Moser (beide Bern) heraus. Sie sind die ersten, die auf der Liste der Siegesanwärter stehen. Nicht zu unterschätzen sind aber auch die beiden Eidgenossen Adrian Walther und Domenic Schneider, die wissen, wie man auf den Tag X bereit sein muss. Hinter den Favoriten tummeln sich viele Eidgenossen, die im Schatten der Favoriten auf Überraschungen lauern. Zu nennen sind dabei: Christian Gerber, Michael Ledermann, Bernhard Kämpf, Martin Roth, Romain Collaud oder Lario Kramer. Von den Nichteidgenossen sind mit Bestimmtheit der formstarke Lars Zaugg, der SchaffhauserKantonalfestsieger vor Wochenfrist Andy Signer und Schwägalp-Sieger Mario Schneider zu beachten.

Die Spitzenpaarungen sind am Freitagmittag zu erwarten.

Schwägalp im Ticker

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Nordwestschweizer: Ausgeglichenes Feld verspricht viel Spannung im Kampf um den Tagessieg

Sonntag, 16. August, Mümliswil, Anschwingen 8:30 Uhr

Wenn am Nordwestschweizer Schwingfest um 8:25 Uhr am Sonntagmorgen der Schweizer Psalm ertönt, wird das schwingerische Spektakel so richtig lanciert. Bereits zuvor wird in Mümliswil dem Publikum während zwei Tagen einiges geboten, unter anderem ein Prinzenschwingen für den ganz jungen Nachwuchs am Samstagnachmittag und viel Rahmenprogramm rund um den schwingerischen Betrieb. Neben dem Schwägalp-Schwinget ist auch das Nordwestschweizer Schwingfest von Verletzungen geprägt. Neben den heimischen Eidgenossen (die vor kurzem ausgefallenen Tim Roth und Lukas Döbeli sowie der langzeitverletzte Tobias Widmer) gab es auch bei den Gästeschwingern einige Wechsel. So fehlen bei den Nordostschweizern die Eidgenossen Jeremy Vollenweider und Christian Biäsch. Biäsch hat auf Anfrage von SCHLUSSGANG zu Beginn der Woche gesagt: "Ich habe die Saison noch nicht abgeschrieben und möchte noch Einsätze bestreiten. Natürlich hoffe ich, dass ich für den Kilchberger Schwinget selektioniert werde." Bei den Bernern wird Matthieu Burger nicht schwingen können. Mitte Woche hatte er noch Hoffnungen, dass es für den Einsatz reicht, wie er SCHLUSSGANG mitteilte. Und bei den Romands fehlt Laurent Tornare auf der Schwingerliste. Der 19-jährige, der in dieser Saison schon einige starke Auftritte zeigte, war nachgemeldet worden, weil ursprünglich der verletzte Steven Moser für die Romands eingeplant war.

Rund um alle diese Verletzungsmeldungen ist es umso schöner, dass mit Sascha Streich ein zuletzt verletzter Eidgenosse zurückkehrt. Am Weissenstein-Schwinget musste der Baselbieter Neueidgenosse den Wettkampf nach einem Gang mit einer Verletzung am Knie (Innenband angerissen) aufgeben. Gegenüber SCHLUSSGANG bestätigt er seinen Start in Mümliswil: "Ich bin wieder 100 Prozent fit und freue mich auf den Einsatz am Nordwestschweizer Schwingfest." Damit steigt die Zahl an Nordwestschweizer Eidgenossen am eigenen Teilverbandsfest auf acht, denn neben Streich werden auch Nick Alpiger, Sinisha Lüscher, Joel Strebel, Marius Frank, Lars Voggensperger, Adrian Odermatt und Lukas Döbeli antreten. Dank dieser geballten Ladung an Eidgenossen ist es realistisch, dass man den Tagessieg im eigenen Verbandsgebiet halten kann. Von den Gästen sind insbesondere die Eidgenossen Lukas Bissig und Marc Lustenberger (beide ISV) sowie Etienne Burger und Patrick Schenk (BKSV) hervorzuheben. Weiter im Einsatz stehen die Gäste Andrin Habegger und Patrick Kurmann (NOSV) sowie Paul Tornare und Thomas Stoll (SWSV).

Die Spitzenpaarungen sind am Freitagmittag zu erwarten.

Nordwestschweizer im Ticker

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Live dabei mit der Schwinger-App
Der SCHLUSSGANG berichtet im Ticker auf der Schwinger-App und unter www.schlussgang.ch von allen Aktivschwingfesten. Alle Ranglisten und Statistiken, auch der Nachwuchsfeste, sind nach den Schwingfesten unter www.schlussgang.ch abrufbar.

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Live-Übertragungen der Schwingfeste
Zwei Schwingfeste werden dieses Wochenende im Fernseher und Livestream übertragen:

  • Schwägalp-Schwinget: SRF 1, srf.ch/sport, schwingen-live.ch
  • Nordwestschweizer Schwingfest: srf.ch/sport, schwingen-live.ch

Neben dem kommentierten Hauptplatz werden auf schwingen-live.ch auch alle weiteren Plätze unkommentiert übertragen. Auf der kostenpflichtigen Plattform kann ein Monatspass (16 Franken) oder ein Jahresabo (168 Franken) gelöst werden.

Wer sind deine Favoriten an den Schwingfesten? Schreibe deinen Tipp in die Kommentare!


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