Mi, 2. September 2026 - 19:00
Analyse der Spitzenpaarungen vom Kilchberger Schwinget 2026
Fridolin Beglinger, der Eidgenössische Technische Leiter, hat der Schwingerschweiz spannende und spektakuläre Spitzenpaarungen präsentiert. Eine sportliche Analyse der zehn Spitzenpaarungen.

Ein Beitrag von
Manuel Röösli

Die zehn Spitzenpaarungen für den Kilchberger Schwinget 2026 sind bekannt.
Fotograf: Symbolbild SCHLUSSGANG
Am Samstagmorgen stehen im ersten Gang wie gewohnt die Spitzenpaarungen im Fokus. Nachfolgend die Analyse der SCHLUSSGANG-Redaktion.
Eingeteilt sind 20 Schwinger in 10 Paarungen. Aufgeteilt auf die Teilverbände sind die Schwinger für die Spitzenpaarungen wie folgt ausgewählt worden:
- BKSV: 6
- ISV: 5
- NOSV: 4
- NWSV: 3
- SWSV: 2
Analyse: Macht er es oder doch nicht? Vor der ersten Einteilung der Spitzenpaarungen an einem Schwingfest mit eidgenössischem Charakter durch den Glarner Fridolin Beglinger, der seit März 2026 Technischer Leiter beim Eidgenössischen Schwingerverband ist, war die Frage gross, ob er das ungeschriebene Gesetzt, dass der Schwingerkönig mit dem stärksten Schwinger der Saison gepaart wird, einhalten wird. Und ja, er macht es, obschon es diese Paarung 2026 schon drei Mal gab. Drei Mal endete das Duell gestellt. Letztmals einen Sieger zwischen Orlik und Staudenmann gab es im Schlussgang des ESV-Jubiläumsschwingfestes 2024 in Appenzell, als sich der Berner durchsetzte. Insgesamt ist die Bilanz mit je einem Sieg und fünf Gestellten total ausgeglichen.
Analyse: Auch die zweite absolute Spitzenpaarung ist ein Duell, welches es 2026 schon einmal gab. Am Berner Kantonalfest gewann Werner Schlegel auch das vierte direkte Duell gegen Michael Moser. Darum dürfte der Toggenburger trotz zuletzt verletztungsbedingter Pause als leichter Favorit ins Duell gehen.
Analyse: Schon etwas länger her ist das dritte Spitzenduell zwischen dem Nordwestschweizer Leader Nick Alpiger und dem Berner Adrian Walther. Am ESAF 2025 gab es einen Gestellten. Zuvor gab es in drei weiteren Duellen immer einen Sieger: zwei Mal Alpiger und ein Mal Walther.
Analyse: Rückkehrer Samuel Giger wird seinen ersten Gang seit Ende Mai 2026 gegen Matthias Aeschbacher bestreiten. Die Favoritenrolle liegt trotz der längeren Abwesenheit beim Thurgauer, der vier von sieben bisherigen Duellen gewann. Vor vier Jahren auf dem Brünig gewann Aeschbacher das einzige Mal bisher gegen Giger.
Analyse: Aufgrund der bisherigen Duellen liegt der Vorteil im Zweikampf zwischen Matthieu Burger und Marc Lustenberger eher auf der Seite des Innerschweizers, gewann er doch das letzte Duell. Der Sieg Lustenbergers gegen Burger ist aber bereits drei Jahre her (Unspunnen-Schwinget 2023). Erstmals trafen sie 2021 aufeinander und stellten auf dem Brünig.
Analyse: Es war damals eine grosse Überraschung, als Lukas Bissig 2023 auf der Schwägalp Damian Ott bezwang. Zwei Jahre später am Nordostschweizer Ehrentag stellten die beiden Eidgenossen. Trotz dieser negativen Bilanz liegt die Favoritenrolle dennoch leicht auf der Seite Otts, der gemeinsam mit Samuel Giger und Fabian Staudenmann als Titelverteidiger zum Saisonhöhepunkt antreten wird.
Analyse: Erst einmal kreuzten sich die Wege von Michael Gwerder und Sinisha Lüscher. 2023 gewann der Innerschweizer dass Duell gegen Lüscher am Unspunnen-Schwinget. Die Formkurve der beiden Schwinger stimmt und beide suchen jeweils auch die Offensive. So würde es nicht überraschen, wenn es auch im zweiten Duell der beiden einen Sieger geben würde. Einen Favoriten in diesem 50-50-Duell zu bestimmen, ist schwierig.
Analyse: Auch Romain Collaud gegen Joel Strebel durfte die Schwingerschweiz erst einmal bestimmen. Das war 2025 am Südwestschweizer Ehrentag der Fall. Strebel verlor das Duell, gewann aber am Ende das Fest. Auch am Kilchberger Schwinget 2026 dürfte Collaud als leichter Favorit ins Duell gehen. Ein Gestellter in diesem Duell zweier ausgewiesener Offensivschwinger würde überraschen.
Analyse: An das erste Duell der beiden dürfte sich vor allem Lario Kramer besonders gerne zurückerinnern. 2018 auf dem Stoos bezwang der Freiburger im Stoos-Schlussgang völlig überraschend Marcel Bieri und gewann sein erstes Kranzfest gleich an einem Bergklassiker. Seither gab es zwei weitere Duelle, die je einen Sieg für beide Schwinger hervorbrachten. Das letzte Duell liegt allerdings bereits vier Jahre zurück. Ein sehr ausgeglichenes Duell, in dem eine Voraussage schwierig ist.
Analyse: Fridolin Beglinger bezeichnete die beiden Teilverbandskranzer als die derzeit stärksten Nichteidgenossen im Teilnehmerfeld. Und damit dürfte der Glarner nicht falsch liegen. Beide haben in dieser Saison mehr als einmal unter Beweis gestellt, dass sie in der Lage sind die allerstärksten Gegner zu ärgern. Das bisher einzige Direktduell endete 2024 auf dem Brünig mit einem Gestellten. Ein gleicher Ausgang würde am Kilchberger Schwinget 2026 nicht überraschen.
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